Du bist genug!
Mein Weg zur ganzheitlichen Frauengesundheit
Als ich vor 15 Jahren berufsbegleitend die Ausbildung zur Heilpraktikerin antrat, war mir noch nicht klar, wo ich einmal meinen Tätigkeitsschwerpunkt setzen möchte. Dann wurde ich schwanger und unsere Tochter hatte oberste Priorität. Im Rahmen meiner langjährigen Tätigkeit als Physiotherapeutin bin ich nach und nach mit so vielen Frauen in Kontakt gekommen, die mir ähnliche körperliche, emotionale und auch gesellschaftliche Erfahrungen berichteten. Von Außen nicht ernst genommen oder von der eigenen inneren Kritikerin zurecht gewiesen: "Da muss man halt durch!" in der Pubertät, als Mutter, mit allen "typischen Frauenkrankheiten", in der Menopause. Auch ich habe lange versucht perfekt zu sein und Kontrolle über meinen Körper zu gewinnen, zu funktionieren...habe mich geschämt für Themen rund um Zyklus und Menstruation.
Und ja: Unser faszinierender, weiblicher Körper durchläuft feste Zyklen: Monatlich, aber auch in verschiedenen Lebensphasen. Und ja: Der Ablauf dieser Zyklen und Phasen folgt einem natürlich vorgegebenen Fluss, wir "müssen also dadurch". Aber müssen wir auf diesem Weg leiden? Nur weil wir Frauen sind und unsere Anatomie und Physiologie von der Medizin jahrzehntelang eher vernachlässigt wurden?
Nein, das müssen wir nicht! Und so ist die Idee zu LunaYin entstanden...


Yin Yoga: Liebe auf den ersten Atemzug
"Hallo, mein Name ist Jessika, ich bin Physiotherapeutin und Heilpraktikerin und habe mich für diese Ausbildung entschieden, um meinen Patienten Gutes zu tun." sagte ich bei der Vorstellungsrunde am ersten Tag der Yin Yoga Ausbildung, schön meinem Helfersyndrom entsprechend. Ich war damals sehr nervös, hatte Sorge, nicht mithalten zu können, obwohl ich schon seit meinem 18. Lebensjahr Yoga praktiziere, frei nach dem Motto "Achtsamkeit predigen, aber dann selbst mit anderen vergleichen...". Doch schon während unsere fantastische Lehrerin Andrea die erste Praxiseinheit anleitete und ich zum ersten Mal Yin Yoga erleben durfte, wusste ich, dass ich diese Erfahrung selbst am meisten gebraucht hatte: Ich durfte in den Positionen ankommen, ohne Anstrengung oder Schmerz und ohne mich schon auf den nächsten Übergang, das nächste Ein- oder Ausatmen zu konzentrieren. Ich durfte verweilen und spüren, wie die Positionen auf meinen Körper, meine Atmung und auch meine Gefühle wirken. Ich durfte die Positionen selbstfürsorglich auflösen und gemäß meiner eigenen Bedürfnisse in eine Ausgleichsbewegung gehen, was für mich, die sich eher an den Bedürfnissen anderer orientiert, alles "richtig" machen möchte, zu Beginn gar nicht so leicht war. Ich durfte einfach sein, Frau auf Matte, entschleunigt, ohne Auftrag, ohne Anspruch von innen oder außen. Diese Erfahrung, kraftvoll, mit positiver Energie die erste Praxis zu beenden, ohne "etwas geleistet" zu haben, war der Grundstein für meine Liebe zum Yin Yoga und ich hoffe, Du verliebst Dich auch!
